Feuerwehr Musikzug Ottenstein

Vereinschronik

1952 - 2002

Schon aus dem Jahr 1919 ist überliefert, dass die Kriegsheimkehrer in Ottenstein von einer Blaskapelle empfangen wurden.

Aber erst 25 Jahre nach Gründung der Feuerwehr Freiwilligen Feuerwehr Ottenstein erfolgt durch den gebürtigen Alstätter Hermann Terhaar der Startschuss zur Gründung einer Feuerwehrkapelle in Ottenstein.

Er hatte einige Zeit die Feuerwehrkapelle Wessum geleitet, musste aber feststellen, dass die älteren Musiker nicht mehr aktiv und der Nachwuchs nicht vorhanden war. Vom Brandmeister der Feuerwehr Wessum erhielt er die Erlaubnis, die Instrumente für einen Musikzug in Ottenstein zur Verfügung zu stellen.

Rund 25 Jungen schlossen sich der Kapelle an und die Probenarbeit wurde aufgenommen.

Besitzen heute viele Musiker mehrere Instrumente, mussten sich damals 2 oder 3 Personen ein Instrument teilen.

Am 5.12.1952 war man mit 4 Bläsern in der Lage, zusammen mit den noch vorhandenen Musikern aus Wessum das Nikolauslied zu spielen.

Mit dem Feuerwehrauto fuhr die Kapelle nach Graes, Wessum und Ottenstein, um den Heiligen Mann gebührend zu empfangen.

Die Jungmusiker probten fleissig in der Gaststätte Bonato nahe der Ottensteiner Kirche, stören damit aber den sonntäglichen Gottensdienst und verlegen daher ihre Probenaktivitäten von der Gaststätte Bonato in die Gaststätte Räckers.

1953 fördert die Gemeinde den Kauf neuer Instrumente. und Ferdinand Abbing wird erster Vorsitzender des Vereins. Ihm gelingt es, dass auch der Kreistag den Instrumentenkauf unterstützt.

1956 hat der Feuerwehrmusikzug seinen ersten Auftritt beim Ottensteiner Schützenfest.

Durch Spenden und Sammlungen kann der junge Klangkörper erweitert werden, das Interesse der Öffentlichkeit wächst.

Auch Auftritte zum Karneval stellen die Musiker vor neue Herausforderungen.

1966 wird zum Empfang des neuen Pfarrers Bernhard Schubert ein festliches Musikprogramm einstudiert, 22 Jahre später organisiert der Feuerwehrmusikzug ein Ständchen zum 65sten Geburtstag des Pfarrers Schubert.

1967 stehen als Hauptauftritte der Schützentag in Ahaus und das 40jährige Jubiläum der Ottensteiner Feuerwehr auf dem Terminkalender des Musikzuges.

Die musikalische Leitung wechselt in die Hände von Gustav Kindermann, der den Dirigentenstab von Bernhard Wennemar übernimmt.

Gustav Kindermann intensiviert nicht zuletzt durch seine Art die Jugendarbeit des Musikzuges.

1973 wird Josef Bütterhoff Vorsitzender des Vereins. Die Kapelle formt sich, und trotz zeitaufwendiger Probenarbeit wird das Vereinsleben nicht vergessen.

1977 zum 25jährigen Jubiläum des Musikzuges und dem 50jährigen Bestehen der Feuerwehr marschiert eine beachtliche Kapelle durch die Strassen von Ottenstein, angeführt vom neuen Schellenbaum, der mit Hilfe vieler Spender beschafft wurde und noch heute den Musikzug bei großen Anlässen vorangeht.

1979 hat sich das Sommerfest etabliert. Auch ein Kameradschaftsfest wird eingeführt.

1980 wird der Antrag für einen Proberaum gestellt, die Verwirklichung dieses Wunsches muss aber noch warten.

Während des Jahreskonzertes übergibt Gustav Kindermann den Taktstock an seinen Nachfolger Berthold Thüsing. Ein Wohnortwechsel des Dirigenten im folgenden Jahr zwingt den Verein zu neuer Suche.

Altdirigent Gustav Kindermann wird reaktiviert, bis Josef Schäfer als neuer Dirigent verpflichtet wird. Josef Schäfer der auch als Komponist und Arrangeur tätig war, komponiert in den folgenden Jahren Stücke für den Feuerwehrmusikzug.

1982 nimmt der Musikzug beim Wertungsspielen in Hamm mit gutem Erfolgt teil. Bewertet wird nicht nur die musikalische Leistung, auch das Gruppenauftreten wird zensiert.

Schäfers Arbeit trägt 1983 weitere Früchte, der Musikzug Ottenstein wird vom Landesfeuerwehrverband nach Heiden eingeladen.

1984 nehmen die Musiker eine Schallplatte auf und gewinnen das von Radio Tele Luxemburg organisierte 1. Internationale Feuerwehrmusikfestival. Von den Radiohörern gewählt, reisen die Musiker zum Finale zur Loreley und können dort die Jury überzeugen.

1987 übernimmt Ewald Schnell die Vereinsführung von Josef Bütterhoff und der inzwischen schon traditionelle Sommernachtsball erlebt in diesem Jahr seine Premiere.

Auf besondere Einladung tritt der Feuerwehrmusikzug in diesem Jahr zum 125jährigen Bestehen des Landesfeuerwehrverbandes auf. Und auch musikalisch gibt es eine Veränderung. Nach 7jähriger Tätigkeit gibt Josef Schäfer sein Amt ab.

Sein Nachfolger wird Erwin Muhr.

1989 scheidet Ewald Schnell als erster Vorsitzender aus und legt die Vereinsführung in die Hände von Günther Bubik.

Als erste Amtshandlung ernennt er nach 37jähriger aktiver Tätigkeit Gerhard Grotholt zum Ehrenmitglied.

Mit weiteren 18 Musikzügen aus Nordrhein-Westfalen misst sich der Musikzug beim Landeswettbewerb in Kleve und erringt in der A-Klasse den ersten Rang. Die damit verbundene Qualifikation zum Bundeswettbewerb kann leider nicht wahrgenommen werden, da die Erweiterung des Proberaumes in Angriff genommen wird und die Musiker ihre Instrumente mit Hammer und Kelle vertauschen.

Die Jugendgruppe, die Erwin Muhr in den vorherigen Jahren aufbaut, erringt in der Leistungsklasse B bei den Landeswertungsspielen in Herten 1992 eine Goldmedaille und den Pokal für das beste Bühnenspiel.

1993 zeigt sich, dass auch das grosse Orchester in den neuen Räumlichkeiten gut proben kann, denn auf den Landeswertungsspielen in Dormagen erringt der Feuerwehrmusikzug in der Oberstufe eine Goldmedaille mit der Auszeichnung 1. Rang mit Belobigung.

Nach 4jähriger Tätigkeit als 1. Vorsitzender stellt sich Günter Bubik nicht mehr zur Wahl. Albert Schmelting tritt seine Nachfolge an und vertritt den Verein bis 2002.

1994 erringt der Feuerwehrmusikzug eine Goldmedaille in der A-Klasse auf den Landeswertungsspielen in Dormagen.

Im Jahr 2000 wird der Proberaum erweitert, um der Nachwuchsschulung mehr Räumlichkeiten zur Verfügung zu stellen.

Mehr als 50 Auftritte im Jahr, regelmäßige Feste und Veranstaltungen, seit 1972 die Durchführung eines Jugendferienlagers, Proben und Nachwuchsarbeit sind der Garant für ein zwar mitunter stressiges, aber abwechslungsreiches Vereinsleben auch im Jahr 2002, dem

50zigsten Geburtstag des
Feuerwehrmusikzuges Ottenstein
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